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Ermitteln der Linux-Version

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Linux Version ermittelnIch bin auf einem Rechner eingeloggt. Jetzt will ich genau wissen, welches Unix/Linux (mit Version) auf der Maschine läuft. Was soll ich tun?

uname -a

Erste Hinweise gibt schon mal der Befehl uname -a. Der Befehl funktioniert auf jedem Linux oder Unix-System.
Die Ausgabe ist aber immer etwas unterschiedlich.

$uname -a  # alles ausgeben

Linux berta 2.6.32.12-0.7-default #1 SMP 2010-05-20 11:14:20 +0200 x86_64 x86_64 x86_64 GNU/Linux

Es ist ein

  • Linux – System (uname -o)
  • der Hostaname ist berta (uname -n)
  • Der Kernel ist 2.6.32.12-0.7-default (uname -r)
  • Die Prozessorfamilie ist x86_64 (64 = 64 Bit)  (uname -p, uname -m)

SuSE-Linux: /etc/SuSE-release

Bei Linux findet man die Version in der Datei /etc/SUSE-release. Die gibt es bei der SuSE Enterprise Server (SLES) und auch bei OpenSuSE.

$ cat /etc/SuSE-release
SUSE Linux Enterprise Server 11 (x86_64)
VERSION = 11
PATCHLEVEL = 1

PATCHLEVEL = 1 bedeutet, dass in diesem Fall (SLES 11), das Service Pack 1 eingespielt ist.

$ uname -o
GNU/Linux
$ uname -r
2.6.32.12-0.7-default
$ uname -p
x86_64                      # aha, ein 64 Bit-System

$ cat /etc/issue
Welcome to SUSE Linux Enterprise Server 11 SP1  (x86_64) – Kernel \r (\l).

$ cat /etc/issue.net
Welcome to SUSE Linux Enterprise Server 11 SP1  (x86_64) – Kernel %r (%t).

$ lsb_version
-bash: lsb_version: command not found

$ cat /proc/version
Linux version 2.6.32.12-0.7-default (geeko@buildhost) (gcc version 4.3.4 [gcc-4_3-branch revision 152973] (SUSE Linux) ) #1 SMP 2010-05-20 11:14:20 +0200

Debian: lsb_release -a

Bei Debian haben die Releases Kosenamen (Debian Releasebezeichnungen). Wenn das Kommando vorhanden ist, liefert lsb_release -a schon mal einen ersten Ansatz.

# cat /etc/issue.net # oder /etc/issue
Debian GNU/Linux 5.0
# lsb_release -a # nur bei LSB-Konformen Distributionen
No LSB modules are available.
Distributor ID: Debian
Description:    Debian GNU/Linux 5.0.8 (lenny)
Release:        5.0.8
Codename:       lenny

# cat /proc/version
Linux version 2.6.26-2-686 (Debian 2.6.26-26lenny1) (dannf@debian.org) (gcc version 4.1.3 20080704 (prerelease) (Debian 4.1.2-25)) #1 SMP Thu Nov 25 01:53:57 UTC 2010

# uname -a
Linux omd-demo 2.6.26-2-686 #1 SMP Thu Nov 25 01:53:57 UTC 2010 i686 GNU/Linux

# uname -o
GNU/Linux

Ein Debian-System muss nicht unbedingt ‘reinrassig’ sein. Es können durchaus verschiedene Releases (Stable, Testing,..) zusammengemischt werden.
Ein Blick in die apt-get – Konfiguration verrät hier weitere Informationen.

# ls /etc/apt/
apt.conf.d   sources.list   sources.list.d  trusted.gpg
secring.gpg  sources.list~  trustdb.gpg     trusted.gpg~

omd-demo:/etc/apt# cat /etc/apt/sources.list
deb http://ftp.de.debian.org/debian/ lenny main
deb-src http://ftp.de.debian.org/debian/ lenny main

deb http://security.debian.org/ lenny/updates main
deb-src http://security.debian.org/ lenny/updates main

deb http://volatile.debian.org/debian-volatile lenny/volatile main
deb-src http://volatile.debian.org/debian-volatile lenny/volatile main

Red Hat

$ uname -a
Linux rhel1 2.6.32-71.el6.i686 #1 SMP Wed Sep 1 01:26:34 EDT 2010 i686 i686 i386 GNU/Linux
[nie@rhel1 ~]$ lsb_release -a
LSB Version:    :core-4.0-ia32:core-4.0-noarch:graphics-4.0-ia32:graphics-4.0-noarch:printing-4.0-ia32:printing-4.0-noarch
Distributor ID:    RedHatEnterpriseServer
Description:    Red Hat Enterprise Linux Server release 6.0 (Santiago)
Release:    6.0
Codename:    Santiago

Solaris

Sun Microsystems Inc.   SunOS 5.9       Generic May 2002
$ uname -a
SunOS aixsvc1 5.9 Generic sun4u sparc SUNW,Ultra-250

Aha, dies ist ein Solaris 9 (5.9). Bei Solaris 10 wird 5.10 ausgegeben.
Die Maschine hat einen Sparc-Prozessor, es ist eine Ultra-SParc 250 (ein altes Modell).
Es gibt auch Solaris für x86 Prozessoren.
Es muss aber immer noch keine ‘echte’ Maschine sein. Unter Solaris 10 (als Wirt) kann ich mich in einer zone oder LDOM befinden.

HP-UX

$ uname -a
HP-UX srv33 B.11.00 A 9000/803 2016533818 two-user license

Aha, ein HP_UX 11.

VMware

Bin ich auf einem echten Rechner? Oder ist es ein virtueller?

Wenn die VMware-Tools installiert (und gestartet) sind, kann man sie in der Prozessliste finden.

> ps -ef |grep -i vm
root       587     2  0 21:03 ?        00:00:00 [vmmemctl]
root      3195     1  0 21:05 ?        00:00:01 /usr/bin/vmtoolsd
root      3207     1  0 21:05 ?        00:00:00 startpar -f — vmtoolsd
nie       3753     1  1 21:05 ?        00:00:12 /usr/bin/vmware-user –blockFd 3

> lsmod|grep vm
vmsync                  3186  0
vmblock                11886  2
vmhgfs                 54268  0
vmware_balloon          6667  0
vmci                   39258  0
vmw_pvscsi             16358  0
vmxnet3                33506  0
vmxnet                 17708  0

Zumindest die Festplatten und die Grafikkarte sind von Hersteller VMware. Da VMware (noch) keine Hardware baut, können wir uns ziemlich sicher sein, dass wir auf einer virtuellen Maschine sind.

# hwinfo –disk # unter Linux
47: SCSI 200.0: 10600 Disk
[Created at block.245]
Unique ID: R7kM.nTPZhtpisM9
Parent ID: 37TO.741NuwlerHD
SysFS ID: /class/block/sda
SysFS BusID: 2:0:0:0
SysFS Device Link: /devices/pci0000:00/0000:00:10.0/host2/target2:0:0/2:0:0:0
Hardware Class: disk
Model: “VMware Virtual S
Vendor: “VMware,”
Device: “VMware Virtual S”
Revision: “1.0”

buddysuse:# hwinfo –short |grep -i vmw | sort -u
VMWare LSI Logic Parallel SCSI Controller
VMWare PCI Express Root Port
VMWare PCI bridge
VMWare USB2 EHCI Controller
VMWare VMWARE0405
VMWare Virtual Machine Chipset
VMWare Virtual Machine Communication Interface
VMware Virtual USB Hub
/dev/input/mice      VMware Mouse
/dev/sda             VMware Virtual S
/dev/sr0             NECVMWar VMware IDE CDR10

Windows/cygwin

Ja, auch unter Windows kann man etwas Linux-ähnliches laufen lassen. Cygwin emuliert ein Linux direkt in der Windows-Umgebung. Windows läuft dabei weiter. Man kann aber durchaus auch einen OpenSSH-Server darauf laufen lassen, entweder nur mit cygwin oder mit CopSSH.

$ uname -a
CYGWIN_NT-5.1 bigbox 1.5.25(0.156/4/2) 2008-06-12 19:34 i686 Cygwin

$ uname -m
i686          # aha, hier läuft kein 64 Bit System

$uname -p
unknown    # schade

Das Programm cygcheck -s kann verwendet werden um weitere Informationen (über Pakete) zu erhalten.

Windows

In der Kommandozeile (cmd) gibt der Befehl ver Auskunft über das Betriebssystem

C:\Dokumente und Einstellungen\nie>ver
Microsoft Windows XP [Version 5.1.2600]

Weitere Tips?

Vielleicht habt ihr ja noch weitere Tips für die unterschiedlichen Betriebssysteme und Serverarchitekturen.
Leider habe ich gerade keine AIX-Maschine zur Hand.

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