Am 10.10.2010 wird Ubuntu 10.10 Maverik released
Erste Tests der Ubuntu Netbook Edition 10.10
Also wurde es Zeit, den 10.10 er RC Kandidaten auf meinem Netbook Medion Akoya E1210 zu installieren.
Ich war ja noch nie ein richtiger ein Freund von Ubuntu. Auf meinem kleinen Netbook arbeite ich immer noch sehr zufrieden mit OpenSuSE 11.3.
“What shalls? Let’s give it a try!”, dachte ich mir und schups war das .iso File auf meinem Windows PC.
USB-Probleme
Bei meinen letzten Versuchen mit Ubuntu gab es immer wieder Probleme mit den USB Laufwerken. Booten vom Stick funktionierte nicht. Auch unter SuSE < 11.3 gab es heftige Abstürze, bis ich Kamera und WLAN ausschaltete. Mitttlerweile funktioniert (unter SuSE) alles bestens.
1. Versuch zu einem bootbaren USB-Stick zu kommen (gescheitert)
In der .iso-Datei befindet sich ein Hilfsprogramm usb-creator.exe. Mit seiner Hilfe sollte es doch möglich sein, einen bootbaren USB-Stick zu erstellen. Also USB_Stick rein und das Programm gestartet.
Jetzt noch das Image auswählen…
Und? Was passiert? Nichts!
Wie beim Monopoly…. Gehen Sie nicht über Los.
Es öffnet sich einfach noch einmal der gleiche Bildschirm. Das Image wird nicht übernommen.
Ja, was kann das sein? USB-creator.exe mag anscheinend keine .iso-Dateien.
2. Versuch zu einem bootbaren USB-Stick zu kommen (gescheitert)
Also Magic Disk gestartet.
Magic Disk ermöglicht das Mounten von .iso Dateien als Windows Laufwerk.
Hiermit klappte es dann auch. USB-creator fand endlich eine Quelle (das virtuelle CD Laufwerk von Magic Disk).
Nachdem USB-creator das .iso File endlich kopiert hatte kam die grosse Ernüchterung.
Das Netbook wollte einfach nicht vom Stick booten!
Direkt beim Start blieb der Bootvorgang einfach stehen.
| syslinux V123.456 …..
|
Auch nach mehreren Versuchen bin ich über diesen Punkt nicht hinausgekommen.
Fazit:
Vergesst USB-creator für den Akoya Mini!
Bootable USB-Stick für Medion Akoya E1210
So funktioniert es (auch mit Ubuntu 10.10RC):
UNetBootin von unetbootin.sourceforge.net herunterladen (gaaaanz oben links auf das icon klicken).
Offiziell unterstützt das Programm zwar nur ältere Ubuntu Versionen. Aber es funktioniert!
Und hat hat sogar eine Oberfläche, mit der man arbeiten kann.
Ich habe die Einstellung Daily_Live verwendet.
Noch eine Warnung:
Überprüft 3x, ob Ihr wirklich das richtige Laufwerk ausgewählt habt.
Die Aufforderung zum Booten am Ende einfach ignorieren. Schließlich muss der Stick ja ins Netbook.
UNetbootin bringt sein eigenes Bootmenue mit.
Es bietet die Wahl,
- zu Installieren
- die Live CD (auf dem Stick) auszuprobieren
- von der Festplatte zu booten
Ich habe mich für das Ausprobieren entschieden und war…
enttäuscht von der Ubuntu Netbook Edition 10.10RC
Die Oberfläche macht zwar erst einen passablen Eindruck, aber irgendwie fühle ich mich sehr gegängelt.
Kein Shell-Fenster auf Anhieb zu öffnen.
Der ‘Dateimanager’ zeigt nicht das ganze Dateisystem, sondern nur mein Home-Verzeichnis.
Mit der Schnellstartleiste auf der linken Seite komme ich gar nicht zurecht. Alle Programme starten im Vollbildmodus und nisten sich dann irgendwo unten auf dieser Leiste ein. Die Leiste aktiviert sich schnell mal ‘aus Versehen’. Dauernd scrollt man mit ihr herum.
Es hat zwar alles soweit funktioniert (WLAN, auch die ssh ließ sich leicht nachinstallieren und aktivieren).
Alternativen
Installieren werde ich mir die Netbook Edition aber nicht.
Für mich ist die Netbook Oberfläche nicht brauchbar. Die ‘normalen’ Oberflächen gefallen mir dagegen sehr gut. Für mein Netbook verwende ich Lubuntu oder Xubuntu, weil diese weniger Speicher benötigen.
Diese lassen sich auch schnell nachinstallieren, wenn man genug Plattenplatz hat:
sudo apt-get install xubuntu-desktop lubuntu-desktop
Beim Sitzungsstart (XDM) kann man dann zwischen den verschiedenen Window-Managern wechseln.
Wie ist Eure Meinung dazu?
Links
- Wlan-Probleme bei Ubuntu 10.10(RC)
- www.ubuntu.com/netbook
- unetbootin.sourceforge.net damit kann man sich einen bootable USB-Stick erstellen (der funktioniert!)
- Swap-Verhalten einstellen mit vm.swappinesss








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